Giessen Tanz
Ballettschule Balletto
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Ballettschule Giessen
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Ballettschule Giessen

Tanzen! aber wo?

Besuchen Sie doch einmal eine Ballettschule und sehen Sie sich den Untericht an. Nehmen Sie sich ein bißchen Zeit, und vergleichen Sie vielleicht mehrere Schulen miteinander, denn es gibt große Unterschiede!
Deutschland hat über viele Jahre hinweg einen wahren Tanzboom erlebt, Tanz- und Ballettschulen schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Auswahl ist groß, aber man möchte sein Kind schließlich keiner Schule anvertrauen, in der es überfordert wird – wie beispielweise durch Spitzentanz ohne die notwendige mehrjährige Vorbereitung. Wichtig ist auch der Unterricht in Gruppen ohne große Altersunterschiede. Auch wenn Sie nicht auf den ersten Blick die Qualität des Unterrichts beurteilen können, stellen Sie ruhig ein paar Fragen – vor allem nach der Ausbildung und Qualifikation der Unterrichtenden.
Denn in Deutschland kann sich leider jeder das Recht nehmen, eine Ballettschule zu eröffnen und zu unterrichten. Fragen Sie deshalb unbedingt nach, ob die Lehrkräfte tänzerisch und pädagogisch geschult sind !

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Balletto hilf Unicef Giessen
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Papas beim Tanzabend in der Kongresshalle als Retter gefeiert

 

 

 

GIESSEN - (uhg). "Sogni -Träume" lautete der Tanzabend des Ballettstudios Balletto in der Kongresshalle, und als wirklich traumhaft erwies sich, was die Brüder Giuseppe und Michele De Filippis mit rund 100 kleinen und großen Tanzschülerinnen auf die Bühne des gut gefüllten Hauses gezaubert hatten. Sieben Szenen mit wechselnden Bühneninstallationen fesselten das Publikum. Nicht nur Eltern und Großeltern, sondern auch die kleinen Geschwister verfolgten gespannt das Geschehen auf der Bühne.

 

Thiemo Roth und Eva Prillwitz hießen die Besucher willkommen, Konzept und Choreografie stammen von den Begründern der Schule für Ballett und Modern Dance in Dutenhofen, den Zwillingen Giuseppe und Michele De Filippis, die auch selbst einige Tanzparts übernahmen und die emotionale musikalische Untermalung der Tanzszenen aussuchten. Felix Straday setzte die einzelnen Szenen ins passende Licht.

 

Vorhang auf, Licht an: Das Bühnenbild bleibt bei allen Szenen ähnlich: Ein kleines Mädchen liegt im Bett und träumt. Im Hintergrund ist ein großes Fenster mit wechselnden Aussichten zu sehen. "Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu", tönt es aus den Lautsprechern. Der Mond fällt durchs Fenster und auf einmal sind viele kleine Englein im Zimmer. Die Jüngsten der Tanzschule, vorneweg ein kleiner Junge, zeigen, dass sie schon richtig diszipliniert hintereinander laufen und im Klang der Musik die Arme heben können.

 

In der nächsten Szene gehört den etwas älteren Kindern und den Kuscheltieren die Bühne. "Von einem Blumenmeer" träumen alle: die Kinder und die erwachsenen Frauen. In grünen Kostümen und zu Klängen eines französischen Chansons bewegen sie sich in der Gruppe, manche zeigen auch allein ein kleines Solo.

 

Dann wird es düster: Schwarze Wolken vor dem Fenster, schwarze Gestalten im Kinderzimmer. Das Mädchen schreit gellend auf: Doch da eilen aus dem Publikum schon die Retter herbei. Es sind die Papas, die ihre kleinen Töchter in den Arm nehmen und mit ihnen eine Ehrenrunde tanzen. Der Sonderapplaus am Ende der Szene gehört ihnen.

 

Mit der Ballettschule lässt sich's gut träumen: Nach der Pause stehen drei weitere Szenen im Programm: Träume von Tanz, von einem Sommerwind und von einem schönen Tag. Gelegenheit für die "Großen" zu zeigen, dass man das Tanzen auch als Erwachsener noch lernen kann. Zum Schluss regnet es Blüten, eine Braut erscheint im langen weißen Kleid auf der Bühne und alle freuen sich.

Der begeisterte Applaus bietet allen Grund zur Freude, den kleinen und großen Tänzerinnen und vor allem auch den Initiatoren Giuseppe und Michele De Filippis, die bereits das nächste Projekt in Planung haben.

Gießen (red) – „Was ist dein Traum?“, fragten Giuseppe und Michele De Filippis ihre Ballettschüler und aus den ganz unterschiedlichen Antworten kreierten sie das Stück „Sogni – Träume“, mit denen sich die „Balletto“-Schüler am Sonntag, 25. Juni, ab 18 Uhr in der Gießener Kongresshalle dem Publikum vorstellen.

Rund 100 Jungen und Mädchen, Damen und Herren, im Alter von drei bis 74 Jahren werden nicht ohne Stolz und in herrlichen Kostümen auf der Bühne zeigen, was sie von den renommierten Tänzern und Betreibern der Schule für Ballett und Modern Dance in Dutenhofen gelernt haben.

Sowohl die Choreografie, als auch Handlung und Bühnenbild haben die kreativen Köpfe entwickelt und zu einer rund eineinhalb Stunden währenden Show zusammengefügt.

Der Zuschauer verfolgt das Geschehen quasi als Blick in ein Kinderschlafzimmer, von dort wird er durch eine bunte Traumwelt geführt. Vier Monate wurde für die Vorstellung intensiv geprobt und trainiert: „Die Aufführung weist den Schülerinnen und Schülern ein Ziel im Unterricht und ermöglicht ihnen ein Bühnenerlebnis“, so die Zwillinge De Filippis. So soll es nach Abschluss der Kurse alljährlich sein.

Das Konzept beinhaltet Gruppenauftritte und Soli und vereint die Stilrichtungen Ballett, Modern Dance und Tanztheater. Karten gibt es im Vorverkauf direkt bei Balletto, Dutenhofen, Industriestr. 14, telefonisch unter 0641/ 30197888 oder an der Abendkasse zum Preis von 16 Euro. Jugendliche bis 12 Jahren zahlen zehn Euro.

 

Die Zwillinge Giuseppe und Michele De Filippis: Tanz ist unsere Religion

 

 

 

GIESSEN - Man könnte es als göttliche Fügung bezeichnen, schließlich waren es Nonnen, die Michele und Giuseppe De Filippis einst im kleinen italienischen Städtchen Sandonaci den Weg für ihre internationale Karriere als Balletttänzer ebneten, quasi ihren Segen gaben. Und somit auch die streng katholischen Eltern der Zwillingsbrüder überzeugten. Diese hätten ihre damals 17-jährigen Jungs gerne an der juristischen Fakultät im nahegelegenen Lecce gesehen. Doch schweren Herzens ließen sie sie nach Mantua an die Libera Universita Danza e Teatro ziehen. "Unsere Mutter hatte vor Aufregung 40 Grad Fieber", erinnert sich Michele lachend, schließlich lag die Akademie für Ballett und Tanz in Norditalien, 900 Kilometer entfernt. Heute ist die Entfernung doppelt so groß, denn die Zwillinge haben sich nach Stationen in Rom, Darmstadt und Heidelberg, Gastspielen in ganz Europa und Übersee in Gießen niedergelassen. Seit 2016 sind die Brüder als Lehrer und Leiter der von ihnen gegründeten Schule für Ballett und Modern Dance in Dutenhofen bekannt. Mitte März stellten sie sich dem heimischen Publikum mit ihrem Stück Pietre (Steine) als Tänzer und Choreografen vor.

 

Schon als Sechsjährige hatten sie ihr Publikum, tanzten nach, was sie in der samstäglichen Familienshow "Fantastico" gesehen hatten. "Mutter hatte immer Angst um uns, denn wir sind auch schon mal von Stühlen runter ins Spagat auf den Boden gesprungen", so Giuseppe. Heimlich haben er und sein um zehn Minuten älterer Bruder die Cousine in die Ballettstunde begleitet. 'Wollt ihr auch?', hat die Lehrerin gefragt und sofort das Talent der Gemelli erkannt. Ohne Kostenbeitrag ließ sie die jungen Zwillinge mittanzen und die Eltern staunten nicht schlecht, als bei einer Aufführung ihre Jungs ebenfalls auf der Bühne waren - Pirouetten drehten, statt Tore zu schießen. Denn auch im Fußballverein hätten die Eltern ihre Kinder gerne gesehen, doch unterstützten sie dann mit Bühnenbau und Kostümnähen das etwas andere Talent ihrer Söhne. Die Hänseleien der Mitschüler verstummten schnell, nicht zuletzt weil ihnen rasch klar wurde: "Legst du dich mit einem De Filippis an, bekommst du es gleich mit zweien zu tun. Wir waren eben schon immer wie Pech und Schwefel", lachen die Italiener.

 

Als es aber nach der abgeschlossenen Bankkaufmannslehre um die weitere berufliche Zukunft ging, wurde es ernst. Die Zwillinge hatten am Strand die zufällige Bekanntschaft eines Mädchens gemacht, die von der Ballettschule in Mantua erzählte und wollten unbedingt dorthin. Dieser Wunsch kollidierte mit den Vorstellungen der Eltern und göttlicher Beistand war vonnöten. Sie einigten sich auf Folgendes: Wir tanzen den Nonnen vor und die entscheiden. Das Ergebnis: siehe oben. Allerdings erschöpfte sich die elterliche Unterstützung mit der Zustimmung, finanzieren mussten sich die Jungs das Studium selbst - mit Tellerwaschen.

 

"Nichts ist Zufall", sind die Zwillinge überzeugt, "alles steht im großen Buch". Daraus leitet sich ihre Philosophie ab, das Leben passieren - und sich darauf einzulassen. Neugierig zu sein und zu bleiben. Diese Abenteuerlust hatten sie schon als Fünfjährige im Blut als sie splitterfasernackt, nur mit einem Besen über der Schulter, an den eine Serviette gebunden war, hinaus in die große weite Welt zogen. Die Welt war im Nachbardorf zu ende, wo sie aufgegriffen und wieder nach Hause gebracht wurden. Anders verlief der Aufbruch nach Deutschland.

 

Bekleidet, jeder einen Koffer in der Hand und zwei Worte Deutsch im Gepäck setzten sie ihre Lebensreise nach der Ausbildung in Rom am Centro Internazionale Danza und in verschiedenen Tanzcompagnien fort in Richtung Essen, an die renommierte Folkwanghochschule von Pina Bausch. Diese gastierte mit ihrem Stück "Palermo, Palermo" in Bari, just in der Zeit, als die Zwillinge, 21 Jahre alt, ihren Wehrdienst in Salerno leisteten. "Wir hatten Tränen in den Augen, so fasziniert waren wir", so die Zwillinge quasi aus einem Munde. Zurück in Rom verfassten sie eine Bewerbung, wurden zum Vortanzen geladen und erhielten unter 600 Bewerbern einen Platz. Das war 1992.

 

Acht Semester später hielten die Brüder ihr Diplom in Händen und hatten bereits vor ihrer Abschlussprüfung ein Engagement bei Helena Waldmann sicher. Die Choreografin, Regisseurin und Produzentin, die von 1982 bis 1987 in Gießen bei Andrzej Wirth und Hans-Thies Lehmann Angewandte Theaterwissenschaften studierte, entdeckte die Italiener bei einer Aufführung in Frankfurt - schrieb mit ihnen und für sie das Stück "Vodka Konkav". Damit ging es auf Tournee nach Südamerika, Polen und Österreich.

 

29 Jahre waren Michele und Giuseppe De Filippis alt, als sie Brigitta Trommler, Leiterin der Sparte Tanz am Staatstheater Darmstadt, nach Südhessen holte. "Sie ist ein Genie und war wie eine Mutter zu uns", schwärmen sie noch heute. Und, was wohl für den Verlauf ihrer Karriere noch wichtiger war: "Sie hat uns Flügel gegeben", wie es Giuseppe fast philosophisch formuliert. Von Beginn an hat die heute in New York lebende, gebürtige Münchnerin an die beiden Italiener geglaubt, ihnen Freiraum gegeben: "Wir waren die ersten Tänzer, die im großen Haus mit 1200 Plätzen ein eigenes Stück aufführen durften", sind die Brüder heute noch stolz. "A Null" lautet der Titel der ersten Eigenproduktion und beschäftigt sich mit dem Thema Klonen. Zehn Jahre blieben sie an dieser Wirkungsstätte - selbst nach einem Intendantenwechsel - entwickelten ihre eigene Sprache und erarbeiteten sich ein treues Publikum. Noch heute bestehen enge Kontakte, auch zum Ensemble.

 

Seit dem Jahr 2000 arbeiten die heute 48-Jährigen als freiberufliche Choreografen und Tänzer, schöpfen aus einem breiten Ideen-Spektrum ganz nach Pina Bausch: "Alltägliches auf der Bühne ist Kunst". Aber auch Themen aus der griechischen Mythologie (Ikarus), der Hightech-Entwicklung (Blickwinkel), der Literatur (Dorians Spell) oder einfach nur Träume (Traumreise) finden tänzerische Umsetzung. Und nicht nur das: Inszenierung samt Licht und Ton, die Auswahl der Musik, das Schneidern der Kostüme liegt in ihren vier Händen. Da kommen die - natürlich gemeinsam ausgeübten - Hobbys wie Malen, Nähen und Goldschmieden zu pass.

 

Nach einem Engagement am Stadttheater Heidelberg trennten sich - räumlich - die Wege der Zwillinge: Giuseppe zog 2007 nach Gießen, der Liebe wegen. Der berufliche Lebensmittelpunkt blieb weiterhin Darmstadt, es folgten eigene Aufführungen unter anderem auch im Moller-Haus. "Das Kulturamt hat uns immer unterstützt", blicken die Gemelli De Filippis dankbar zurück. Auch die von Michele in Darmstadt eröffnete Ballettschule hatte sich etabliert. Aber wie es mit Zwillingen, insbesondere eineiigen Gemelli nun einmal so ist: Man kann sie nicht lange trennen. Da halfen selbst drei, vier Telefonate am Tag nicht und so zog auch Michele 2015 nach Gießen. Gemeinsam stemmten sie dann das Projekt "Balletto" und können nun ihre über 30-jährige Erfahrung weitergeben. "Wir lieben unsere Schüler, wir lieben es, Lehrer zu sein und Talente zu entdecken, so wie wir damals entdeckt wurden. Da schließt sich der Kreis", so die beiden.

 

Doch so ganz schließt sich der Kreis wohl nie, denn die Zwillinge sind immer in Bewegung, immer "am drehen", müssen selbst auf die Bühne: "Sonst sind wir unerträglich".

 

Auch wissbegierig sind sie weiterhin. So nahmen sie 2014 an einem Workshop mit Tänzer-Legende Carolyn Carlson in Rom teil. Und "im dicken Buch" stand geschrieben, dass dort Enrico Ripari auf sie aufmerksam wurde. Der italienische Starfotograf - er hat unter anderem Fellinis Nichte Francesca Fabbri Fellini porträtiert - machte gleich am nächsten Tag ein Shooting mit den Zwillingen - zwei Stunden bevor deren Flieger zurück nach Deutschland ging. Im Ergebnis folgte eine Einladung nach Rom, denn Ripari hatte in den Zwillingen die Figuren für seine Fotoserie "Romulus und Remus" gefunden. "An allen historischen Stätten in Rom haben wir getanzt und gepost. Es war super, aber auch super anstrengend", so Michele.

 

Nicht auf der Bühne, nicht auf Fotos, aber im Kino sind sie demnächst zu sehen, in dem Film "Guarda in alto" (engl. OT: Look up, dtsch: Schau nach oben) des renommierten italienischen Regisseurs Fulvio Risuleo, der sogar für die Festspiele in Cannes nominiert ist. Ein weiteres Kapitel aus dem "dicken Buch", denn an Zufälle wollen die Zwillinge nicht glauben: "Unser Glaube, unsere Religion ist der Tanz". Und der beste Lebensplan ihrer Überzeugung nach, keinen Plan zu haben. So kann man sich auf die Chancen, die das Leben bietet, einlassen. Eingelassen haben sie sich dann im vergangenen Jahr auch auf das Abenteuer Film.

 

Eine E-Mail in ihrem Postfach verriet, dass Risuleo Zwillinge für ein Filmprojekt sucht. Die Suche lief weltweit im Internet, und so wurde die Agentur auch auf die Seite "twindance" der tanzenden Zwillinge aufmerksam. Ein erster Kontakt fand via Skype statt, das Vorsprechen im Garten der Gemelli im Musikerviertel, zu dem Risuleo persönlich nach Gießen kam. Und sie bekamen die Rolle in dem Film, in dem es um Menschen geht, die über den Dächern von Rom in einer eigenen Gemeinschaft nach eigenen Regeln leben. "Es hat einfach gepasst, wir konnten uns quasi selbst spielen", so Michele. Die Professionalität wie Authentizität, die sie bei den Dreharbeiten an den Tag legten, brachte ihnen viele Komplimente von den Schauspiel-Profis wie Giacomo Ferrara und Aurélia Poirier ein. "Es war ein Traum", schwärmen die beiden und träumen jetzt davon, über den roten Teppich zu schreiten und Pedro Almodóvar zu begegnen.

 

Ob dieser Traum wahr wird, wird sich Ende des Monats zeigen, wenn die Jury die Filmliste veröffentlicht. Doch so oder so sind Michele und Giuseppe De Filippis glücklich, rundherum glücklich. Deshalb ist Nummer zwei im kleinen Ballett-Ein-mal-Eins auch ihre Lieblingsposition: Auf die Zehenspitzen stellen, nach oben strecken, Arme weit ausbreiten - so, als würde man die ganze Welt umarmen...

 

Tanzstudio Wetzlar
Tanzstudio Giessen
Tanzstudio Giessen
tanz Giessen

Gießener Anzeiger

Seit dem Sommer 2016 gibt es eine neue Ballettschule in Wetzlar-Dutenhofen. Die Zwillinge Giuseppe und Michele De Filippis aus Italien haben in der Industriestraße ein neues Tanzzentrum eröffnet. Dort teilen sie ihr Wissen und Können mit jedem, der sich für Tanz interessiert. Und sie können eine ganze Menge: 30 Jahre Erfahrung auf Bühnen in aller Welt, Engagements an Theatern in Brüssel, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg, sowie viele Produktionen als Choreographen sind hier besonders zu erwähnen. In den letzten Jahren konzentrierten sie sich stärker auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In vielen Workshops in der Gegend von Darmstadt – aber auch in Italien und Südamerika – merkten die beiden, dass ihnen besonders am Herzen liegt, ihr Können als Profis an Kinder weiterzugeben. Sie selbst machten ihre ersten Tanzschritte mit fünf Jahren. Als Teenager spürten sie, dass es ihre Bestimmung sein würde, dieses Hobby zu ihrem Beruf zu machen. Und das war damals für ihre Familie keineswegs selbstverständlich. Dennoch setzten sie sich durch und machten ihren Traum wahr. Gerade deshalb arbeiten sie mit sehr großer Leidenschaft daran, Kindern den Tanz als Sprache, Kunst Körper- und Lebensgefühl zu vermitteln. Die große Resonanz gibt ihnen Recht. Bereits in den ersten Monaten haben sich über 70 Tanzschüler zum Unterricht angemeldet. Wer denkt, dass das ein ausschließliches Vergnügen für Kinder ist, irrt sich. Die jüngsten Ballettschüler sind zwar gerade erst knapp vier Jahre alt, aber auch Erwachsene bis über 70 Jahre nehmen dort Tanzunterricht. Die Zwillinge De Filippis können jedem ihre Begeisterung für den Tanz vermitteln, egal ob man sich einfach körperlich fit halten oder auch irgendwann auf einer Bühne stehen möchte. Es ist ganz einfach. Jeder Interessent kann sich unverbindlich für eine Stunde Probeunterricht melden – selbstverständlich gratis. Besuchen Sie Balletto in Dutenhofen in der Industriestraße 14, Telefon: 0641/30197888 – www.ballett-wetzlar.de.“

 

 

 

 Presse 2014 Time to Dance  20-12.2014

Kinderballett Giessen
Kinderballett Giessen
Tanz Giessen
Moderndance Giessen
Ballett Kinder Giessen
Ballett Kinder Giessen
Ballettschule Giessen
Ballettschule Giessen

Im Wechsel der Jahreszeiten

 

Time to Dance: Ballettschule de Filippis präsentierte zauberhafte Choreographien

 

 

(dor) „Zeit zu tanzen“ nahmen sich die kleinen und großen Tanzschülerinnen, erfahrene Tänzerinnen wie auch blutjunge Anfängerinnen, um in der Stadthalle zu präsentieren, was sie im vergangenen Jahr alles gelernt haben. „Time to Dance“, so lautete das Thema des Tanzabends, den die Ballettschule de Filippis in der Stadthalle ausrichtete. Unter der Leitung von Michele de Filippis zeigten die Schülerinnen von Klein bis Groß verschiedene Choreographien zum Thema „Time to Dance“ und sorgten mit ihren bunten Interpretationen des Jahreslaufs für einen unterhaltsamen Abend.

 

Im farbenfrohen Reigen zeigten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen tänzerisch den Verlauf der vier Jahreszeiten. Nahtlos, im Fluss, schlossen Frühling, Sommer, Herbst und Winter aneinander an und die begeisterten Zuschauer, Eltern zumeist, fragten sich ein ums andere Mal, woher diese vielen originellen Ideen stammen mochten. Die Gäste sahen Blumen zu neuem Leben erwachen und sprießen, fröhlich tanzten Kinder über Frühlingswiesen. Nur noch der rettende Sprung ins kühle Nass half hingegen in der brütenden Sommerhitze, wo ja viele Menschen es kaum schaffen, sich zu bewegen. Bunt wurde es im Herbst, wo die Blätter von den Bäumen fielen und eifrig geerntet wurde. Glitzernde Eisfiguren bewegten sich im frostigen Winter und kleine Schneeflocken tanzten. Überaus passend, so kurz vor Weihnachten, endete dieser Tanzabend dann auch in der kalten Jahreszeit mit dem großen Finale, bei dem Tanzlehrer Michele de Filippis deutlich der Stolz auf seine Schülerinnen anzumerken war und die Freude über das Erreichte; Erleichterung wohl auch, dass wirklich alles so wunderbar geklappt hatte.

 

Großen Spaß scheint ganz offensichtlich der Tanzunterricht beim temperamentvollen italienischen Profi zu bereiten. Die Freude daran kam in jeder der so vielfältigen und abwechslungsreichen Szenen zum Ausdruck und übertrug sich auf die Gäste im vollen Stadthallensaal. Eine Vielfalt an Farben, von der bunten Blumenwiese oder dem sommerlichen und doch kühl wirkenden Türkis bis hin zum strahlenden Winterweiß riss mit fort, ein Feuerwerk wunderbarer Ideen wurde entzündet, kindgerecht wie der Tanz im Herbst, wo Vogelscheuche de Michelis die kleinen Ebenbilder wie vom Wind verwehte, tanzende Blätter herumwirbelte. Tief beeindruckte die große Ernsthaftigkeit in ausdrucksstarken Soli, wo junge Frauen in modernem Tanz ihren Emotionen freien Lauf ließen, während die Jüngsten mit ihren Auftritten für viel Leichtigkeit und unbekümmerte Heiterkeit sorgten.

 

Um zu ahnen, welche Arbeit hinter diesem allem steckte, brauchte man nur den Aufwand an Maske, Kostüm, Effekten und Bühnenbild zu beobachten, gekrönt von gutem Timing und einem professionellen Beleuchterteam. Viel Feingefühl bewies de Filippis bei der Musikauswahl, die von Vivaldis Vier Jahreszeiten über Bach bis zu modernen E-Gitarrenklängen reichte. Bestimmt nicht ganz einfach gestaltet es sich zudem, einen quirligen Haufen aufgeregter, teils zum ersten Mal auf einer Bühne auftretender junger Menschen unter einen Hut zu bringen, sie alle mitzunehmen und dabei wirklich jedem gerecht zu werden. Das scheint die ganz große Gabe des Tanzkünstlers und -lehrers zu sein, in jedem Schüler das Besondere zu wecken, das Einzigartige zu sehen und die individuellen Fähigkeiten zu fördern. Das setzt viel Gefühl und Professionalität gleichermaßen voraus, Liebe zu den Menschen und die mitreißende Fähigkeit, Freude am Tanz und an der Bewegung zu vermitteln.        

 

Einen Einblick in die Bandbreite des in Klein-Umstadt seit 2012 angebotenen Unterrichts gab dieser Abend allemal, ob in Modern-Dance, klassischem Ballett oder Tanztheater. Immerhin blicken die Zwillinge Michele und Giuseppe, der auch an diesem Abend vor und hinter den Kulissen mitwirkte, als professionelle Tänzer, Choreographen und Pädagogen auf 25 Jahre internationale Bühnenerfahrung zurück, haben in bekannten Kompagnien und mit berühmten Choreographen gearbeitet. Auf hohem Niveau will de Filippis seinen Schülerinnen daher die Tanzkunst näher bringen, die Freude an der Bewegung und Liebe zum Tanz. 65 von ihnen haben in den letzten drei Monaten zusammen mit ihrem Tanzlehrer je eine Stunde in der Woche das Programm für „Time to Dance“ erarbeitet, mit beachtlich großem Erfolg, wie hinterher die übereinstimmenden Meinungen lauteten.

 

 

 


 Presse 2014

 Darmstadt echo 2014

„Time to Dance“ in Umstadts Stadthalle

GROSS-UMSTADT.

Am 20. Dezember (Samstag) wird in der Stadthalle in Groß-Umstadt der zweite Tanzabend der örtlichen Ballettschule „De Filippis“ ausgerichtet. Unter Leitung von Michele De Filippis werden die Schüler von Klein bis Groß verschiedene Choreografien zum Thema „Time to Dance“ zeigen.

Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zeigen tänzerisch den Jahresverlauf: Im Sommer ist es warm und heiß, da hilft nur der rettende Sprung ins kühle Nass. Im Herbst fallen die Blätter und es wird geerntet. Im Winter bewegen sich glitzernde Eisfiguren, Schneeflocken tanzen. Wenn der Frühling kommt, können Blumen sprießen und fröhliche Kinder tanzen über Wiesen – die Schüler und Michele De Filippis freuen sich auf viele Besucher. Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr.

Darmstädter Schloß 6, 64823 Groß-Umstadt DE

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Groß-Umstadt: Stadthalle | Unser Tanzabend findet dieses Jahr am20. 12.2014 (18.30 Uhr) im Stadthalle
Gross- Umstadt statt.

Das Thema des Tanzabend lautet dieses Jahr:
Time to Dance


Groß-Umstadt: Stadthalle | Am 20. Dezember 2014 findet in der Stadthalle in Groß-Umstadt der zweite Tanzabend der Ballettschule De Filippis statt.

Unter der Leitung von Michele De Filippis werden die Schüler von Klein bis Groß verschiedene Choreographien zum Thema „Time to Dance“ zeigen und damit für einen unterhaltsamen Abend sorgen.

Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zeigen tänzerisch den Verlauf des Jahres:
Im Sommer ist es warm und heiß, manchmal schafft man es kaum, sich zu bewegen, da hilft nur der rettende Sprung ins kühle Nass… Im Herbst fallen die Blätter von den Bäumen und es wird geerntet... Im Winter bewegen sich glitzernde Eisfiguren, Schneeflocken tanzen... Und wenn der Frühling kommt, können Blumen wieder sprießen und fröhliche Kinder tanzen über Wiesen…

Die Schüler und Michele De Filippis freuen sich auf Ihren Besuch. Beginn 18:30 Uhr, Einlass 17:30 Uhr.

Ballett in Groß-Umstadt
Ballett in Groß-Umstadt

La notte - Ein zauberhafter Abend

 

Vielfältige Darbietungen der Ballettschule de Filippis faszinierten

 

(dor) „La notte“, die Nacht - dieses Motto begleitete zahlreiche Zuschauer im Klein-Umstädter Bürgerhaus durch einen abwechslungsreichen Abend ganz im Zeichen der Tanzkunst. Dieser erste, ausverkaufte Tanzabend der Ballettschule De Filippis in Klein Umstadt vermittelte nicht nur einen Eindruck dessen, was 65 Schüler in den letzten drei Monaten zusammen mit ihrem Lehrer Michele De Filippis je eine Stunde in der Woche erarbeitet hatten. Durchgehend zeigte vielmehr das Konzept die ganze Bandbreite des angebotenen Unterrichts und dessen, worin sich die Arbeit des langjährigen Profitänzers mit Schülern von anderen Instituten unterscheiden mag.

 

La notte -Wie vielschichtig das gewählte Motto war, ließen schon die ersten Stücke ahnen. Die Nacht - um mit Freunden auszugehen, zu tanzen, inne zu halten, zu

 

schlafen und letztlich auch zu träumen. Mit den reizend anzusehenden Kleinsten begann der Tanzabend. Im Anschluss ließen sich die beeindruckten Gäste, überwiegend natürlich Angehörige der Nachwuchstänzer, von der Sopranistin Nina Radvan vom Staatstheater Darmstadt mit Begleitung von Andre Voran verzaubern. Die Beiden gaben auch im weiteren Verlauf großartige Kostproben ihres Könnens.

 

Voller ansteckender Freude agierte Michele de Filippis, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Giuseppe schließlich auch eindrucksvolle Momente des Profitanzes lieferte. Der Traum des Italieners war es schon immer, eine eigene Schule für klassisches Ballett und Modern Dance zu haben, hörten die Gäste. Diesen Traum hat er sich im März 2012 mit 44 Jahren und 25 Jahren Bühnenerfahrung erfüllt. Die große Nachfrage nach freien Plätzen gebe ihm die Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, eine Schule zu eröffnen.

 

In der Ballettschule de Filippis scheint jeder nach seinen Möglichkeiten optimal gefördert zu werden. Über welche Möglichkeiten Michele allein im choreografischen Bereich verfügt, das war sehenswert, und nicht zuletzt bei der Musikauswahl bewies er ausgesprochenes Feingefühl. Wie unterschiedlich, vielfältig und kontrastreich und dennoch ausgewogen und harmonisch dieser Abend war, das zeugte von hoher Professionalität, trotz mancher Verzögerung und Unterbrechung ein großer, ein zauberhafter Abend für die Tanzkunst. Stolze Mütter, glückliche Väter und durchweg strahlende Gesichter gab es dabei zu beobachten.

 

Die jeweilige Gruppengröße von nicht mehr als acht Aktiven resultierte nicht nur aus der Größe des Unterrichtsraums, sondern verdeutlichte auch die Philosophie von Michele De Filippis, seinen Schülern einen qualitativ hohen Standard zu vermitteln, ob beim Modern Dance Stück mit Musik von Rene Aubri oder im Anschluss bei einem Tanzsolo, das er, wie die anderen auch, selbst choreografiert hatte.

 

Vom harten Training, das an der Ballettstange beginnt, vom Traum vieler junger Mädchen, eine Ballerina zu werden, erzählte ein anderes Stück. Angefangen von den kleinsten Ballettratten über die Jugendlichen mit viel Grazie und Anmut bis zu den Älteren, die Rhythmusgefühl und auch Humor bewiesen – sogar eine Gruppe der „Voltikinder“ des Reitvereins Rosenhöhe in Kleestadt gab sich die Ehre, die auch in diesem Jahr wieder in den kalten Monaten von Dezember bis Februar an einem Workshop in der Ballettschule teilnehmen.

 

Der Freude am Tanzen sind keine Grenzen gesetzt, schon gar nicht vom Alter her, verdeutlichte ein weiterer Auftritt. Dass man nicht jung sein muss, um an Ballett oder Modern Dance Spaß zu haben, zeigte eine Gruppe von Frauen im besten Alter, die für ihre Darbietung tosenden Applaus erntete. „Für Tanz gibt es kein Alter, am wichtigsten ist, man hat einfach Spaß an Musik, Bewegung und Ausdruck“, sagt de Filippis, der schon des Öfteren Choreografien gemacht hat, nicht jedoch in solchem Rahmen. Seine Schule, seine Schüler - erstmals erntete Michele de Filippis in dieser Form die Früchte seiner eigenen Arbeit, seines großen persönlichen Engagements. „Das ist wie ein Teil von mir.“ Ganz stolz war er deshalb am Ende, glücklich und erleichtert natürlich wie alle kleinen und großen Mitwirkenden. Seine Sache hundertprozentig zu machen, das ist sein Anspruch, den es zu erfüllen gilt. „Wichtig“, sagt Michele de Filippis, „ist mir die Qualität“.

 

Nicht nur das köstliche, von Eltern gespendete Essen verlockte nach der Vorstellung, noch länger in gemütlichem Beisammensein zu bleiben. Nach Abzug aller Kosten spendete die Tanzschule de Filippis übrigens den Erlös des Abends dem evangelischen Kindergarten Klein-Umstadt.

 

http://www.umstaedter-spaetlese.de/2014/01/08/kindergarten-spende-ballettschule-kle Eine Spende von Klein-Umstadt für Klein-Umstadt: 500 Euro hat Michele de Filippis an den evangelischen Kindergarten in Klein-Umstadt gespendet. Dieser Betrag entspricht den Erlösen des ersten Tanzabends seiner Ballettschule. Den symbolischen Scheck übergab er heute Angelika Schubert, der komissarischen Leiterin des Kindergartens. “Wir freuen uns sehr”, betonte Schubert. Eine Spende wie diese komme nicht oft vor. Auch die Kinder bedankten sich herzlich für die 500 Euro, mit denen voraussichtlich Spielgeräte im Außenbereich erneuert werden. “Die Balletschule ist ein Traum von Kindern. Mit der Spende können andere Träume von Kindern wahr werden”, erklärte Michele de Filippis seinen Antrieb, an den evangelischen Kindergarten zu spenden. in-umstadt/

Ballett,
Modern Dance,...
Tanztheater und
choreographischem Arbeiten.

Professionelle und bühnenerfahrene Tänzer und Pädagogen vermitteln Freude an der Bewegung und Liebe zum Tanz.

25 Jahre Bühnenerfahrung
Der ballettschule De filiipis im Highlights im Odenwald 2014

Presse 2013

Tanzen lernen ohne Zwänge

Freizeit – Michele de Filippis vermittelt in Groß-Umstadt Freude an der Bewegung – Auch für Erwachsene

 

Gut im Blick hat Tänzer und Choreograf Michele de Filippis aus Groß-Umstadt seine Schülerinnen – ältere wie jüngere. Für die Aufnahme haben sich zwei Kurse vermischt und einheitliche schwarze Kleidung angezogen. Foto: Karl-Heinz Bärtl
Gut im Blick hat Tänzer und Choreograf Michele de Filippis aus Groß-Umstadt seine Schülerinnen – ältere wie jüngere. Für die Aufnahme haben sich zwei Kurse vermischt und einheitliche schwarze Kleidung angezogen. Foto: Karl-Heinz Bärtl
 
Der vom Darmstädter Staatstheater bekannte Tänzer Michele de Filippis leitet seit eineinhalb Jahren eine Ballettschule in Groß-Umstadt.
GROSS-UMSTADT.

Bein hoch, Bein runter, rechter Arm im Halbkreis nach oben und den Oberkörper tief über das nach vorne gestreckte Bein gebeugt. Schmale, junge Mädchen im rosa Tütü führen mit der linken Hand an der Stange konzentriert Ballettbewegungen aus. Anweisungen gibt die gestrenge Lehrerin mit zum Dutt hochgesteckten Haaren, die in der Mitte des Saals auf einem Stuhl thront: Diese Art von Unterricht lehnt Michele de Filippis (44) ab: „Tanzen ist Kunst und Freude, will etwas erzählen“, betont der gebürtige Italiener, der in seinen Übungsstunden für Ballett und Modern Dance immer selbst mitspringt und dreht. Seine Schüler sollen die Bewegungen bei ihm abschauen, sie dann mit eigenem Leben füllen. Und zwar „nicht nur einzelne Posen, ich mache Choreografien“.

Ein kleiner Ausschnitt von acht Takten: „Eins, zwei“, zählt de Filippis zur Ballettmusik im Hintergrund. „Verdammt. Ich komme nicht mehr hoch. Wie macht ihr das denn?“, flucht Elevin Petra. Alle lachen. Noch ein Punkt, der Michele de Filippis Tanzschule von anderen Ballettinstituten unterscheidet: Mit Spaß lernen dort nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene wie die 56 Jahre alte Teilnehmerin aus Radheim. Mit Claudia, Doris, Hannelore, Bärbel und Daniela besucht sie jeden Dienstag einen Modern-Dance-Kurs bei Meister de Filippis. Außer der 38 Jahre alten Daniela aus Groß-Umstadt sind alle anderen Frauen in der Gruppe schon um die 50. „Warum nicht? Tanzen ist für alle“, sagt de Filippis.

Seit eineinhalb Jahren hat Michele de Filippis im Keller seines Hauses in Groß-Umstadt sein Ballett- und Dancefactory geöffnet. Montags bis mittwochs gibt er Unterricht, ansonsten trainiert der 44-Jährige dort selbst – für Auftritte mit seinem Zwillingsbruder Giuseppe. „Die nächste Vorstellung ist am 19. Oktober im Pfälzer Schloss in Groß-Umstadt“, kündigt de Filippis an, der mittlerweile auf 25 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken kann, unter anderem in New York, Rom, Brüssel und dem Staatstheater Darmstadt.

„Ich versuche, locker, aber nicht zu locker zu sein. Jeder soll sich verbessern“, sagt der Tanzprofi. „Michele erreicht immer das, was er will“, bestätigt Petra. „Er macht das so geschickt, dass wir es manchmal gar nicht richtig merken.“ Die Frauen beobachten jede seiner Bewegungen genau. Schon diese kurze Passage ist Kunst. „Ich bekomme immer Gänsehaut, wenn jemand gut tanzt“, sagt Daniela beeindruckt. „Den Mut zum Künstlerischen verlernen die meisten Erwachsenen leider“, findet Claudia (42) aus Otzberg. Dazu gehöre, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien und die Angst vor einer Blamage loszuwerden.

Petra hat sich mit dem Kurs einen Kindheitstraum erfüllt. „Es ist genau das, was ich mir gewünscht habe.“ Hannelore (58) aus Schlierbach schätzt den Ausgleich zum Alltagsstress und fühlt sich wohl in der Frauenrunde. Bärbel (49) aus Kleestadt mag es, „etwas für mich zu tun, was nicht so hektisch wie Zumba ist und mir dennoch ein Mehr an Beweglichkeit bringt“.

Öffentlich auftreten wollen die Frauen lieber nicht. Überredungskunst ist gefragt. Eine Möglichkeit gäbe es bei der Weihnachtsfeier der Ballettschule am 22. Dezember im Bürgerhaus in Klein-Umstadt, zu der auch Zuschauer geladen sind. De Filippis ist aber keiner, der schnell aufgibt. Er bleibt dran – auf seine ganz eigene Art: stets hartnäckig, aber freundlich.

 
Der Umstadter 2013/2014
Der Umstadter 2013/2014

­ Groß-Umstadt: Bürgerhaus | Am 22 Dezember 2013 findet im Bürgerhaus in Klein-Umstadt der erste Tanzabend der Ballettschule De Filippis statt.

Unter der Leitung von Michele De Filippis werden die Schüler von klein bis groß verschiedene Choreographien zeigen und damit für einen unterhaltsamen Abend sorgen.

Das Thema des Abends ist "La Notte " die Nacht. Die Schüler und auch Michele De Filippis freuen sich auf Ihren Besuch. Beginn 18 Uhr Einlass 17 Uhr.

Zum Verwechseln ähnlich?
Süditalienische Zwillingsbrüder leben ihren Traum vom Profitanz

 

Mit Tanz und Bewegung den Einklang zwischen Körper, Geist und Musik zu finden, dazu  wollen die Profitänzer und Zwillingsbrüder Giuseppe und Michele de Filippis verhelfen, die ihre Kunst in Vollendung beherrschen. Zum Verwechseln ähnlich und doch auch nicht, damit spielen sie nicht zuletzt in eigenen Choreografien. In der gemeinsamen Ballettschule in Klein-Umstadt unterrichten die bühnenerfahrenen Tänzer Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ballett, Modern Dance, Tanztheater und choreografischem Arbeiten.

Klein-Umstadt - Wie ein Ei dem anderen gleichen sie sich und sind doch grundverschiedene Menschen. So groß die äußerliche Ähnlichkeit ist, so sehr unterscheiden sich in ihrem Wesen die tanzenden Zwillinge Giuseppe und Michele de Filippis, die in Klein-Umstadt eine kleine
Ballettschule betreiben. 1969 in Brindisi geboren, studierten beide Tanz
in Mantua und Rom, bevor sie an der Folkwang-Hochschule in Essen 1997 die Abschlussprüfung im Studiengang Bühnentanz ablegten. Sie haben an zahlreichen auch internationalen Produktionen als Tänzer und als Choreografen mitgewirkt. Nach mehreren Jahren am Staatstheater Darmstadt und am Theater Heidelberg arbeiten sie nun hauptsächlich an eigenen Projekten: Eineiige Zwillinge, die als zwei Individuen, zwei völlig unterschiedliche Personen wahrgenommen werden möchten.

Gar nicht so unzertrennlich wie vermutet werden könnte, sind die Zwillinge und Profitänzer.  Seit knapp zwei Jahren wohnt Michele im gemütlichen Haus mit Garten und Proberaum in Klein-Umstadt, wo er an die 30 Schüler unterrichtet. „So wollte ich das immer gern haben. Ich brauche Sicherheit und Ruhe.“ Er scheint glücklich angekommen zu sein in einem beschaulichen, für seine Maßstäbe wohl geordneten Leben in dörflicher Umgebung mit zwei Hunden, zwei Pferden und vier Katzen, während es Bruder Giuseppe in der Zwischenzeit nach Gießen verschlagen hat. Dort ist so viel mehr los, das Leben bunt, spontan und abwechslungsreich, wie er es liebt. Häufig kommt er zu Proben für aktuelle Produktionen nach Klein-Umstadt. „Wir sind total verschieden“, beschreibt Giuseppe seinen Bruder als ziemlich „landmäßig“, der immer nur zu Hause bleibt, langweilig findet er das, „wie bei einem alten Ehepaar“. „Giuseppe braucht das Chaos, immer was los, viele Freunde um sich herum und jeden Abend ausgehen“, weiß dagegen Michele und Giuseppe betont: „Ich bin total anders, überhaupt nicht so strukturiert.“

Erstmals ist es den Zwillingen gelungen, sich auch räumlich voneinander zu trennen, „Wir waren immer zusammen“, bestätigen beide. Dass sie besondere Menschen und besondere Künstler sind, liegt eigentlich auf der Hand: Giuseppe und Michele sind „Spiegel-Zwillinge“, der eine kann mit rechts alles besser, der andere mit links, die perfekte Ergänzung also und ideale Voraussetzung für spannende Tanzchoreografien, die nur in dieser Kombination möglich sind, faszinierend und mitunter fast unerklärlich.

Neben vielen wichtigen Auftritten im In- und Ausland arbeiteten die beiden
zusammen als Choreografen in diversen Stücken. Nach Engagements am Staatstheater Darmstadt seit 1999 und in Heidelberg arbeiten die Zwillinge seit 2000 als freiberufliche Choreografen und Tänzer. Trotz ihrer Herkunft fühlen sich beide heimisch in Deutschland, wo sie nun seit mehr als 20 Jahren leben. „Wenn ich sage, ich gehe nach Hause, dann ist das Deutschland.“ In Italien fühlen sich die beiden inzwischen als Gast.

Für ihre ungewöhnlichen Tanzperformances bedienen sich die 43 Jahre alten Brüder in der Literaturgeschichte. „Wir nehmen Bücher zugrunde, oft antike Tragödien oder Mythologie wie Ikarus, Narziss oder Salome und versuchen, die Themen auf unsere heutige Zeit und die moderne Welt zu übertragen. Es ist spannend, wie aktuell diese alten Fragen auch heute noch sind und Ideen für Choreografien liefern.“ Auch Stücke von Oscar Wilde oder Luigi Pirandello werden umgearbeitet zum modernen Ballett. Gemeinsam wählt man dann die passende Musik aus, erste Choreografien werden angedacht. Diskutieren tun die Zwillinge de Filippis mit ihrer süditalienischen Mentalität ausgesprochen gern und vor allem ausgiebig über alles Mögliche. Es gilt, die Mitte zu finden von Bewegung und Musik, von Emotionen und Gedanken. Ein langer, konstruktiver Prozess kommt in Gang, bei dem die gemeinsame Arbeit im Vordergrund steht.    

In einer ganz normalen, einfachen Familie seien sie aufgewachsen. Früh war klar, dass aus den beiden nicht die von den streng katholischen Eltern erwarteten Juristen oder Mediziner werden würden. „Wir haben immer den Tanz geliebt“, erinnern sie sich an den ersten „Input“ vom Fernsehen, an Samstagabend-Sendungen mit Rafaela Carra, wo stets die Tanznummern ungeduldig herbeigesehnt wurden. „Wir haben gekämpft, unseren Traum zu verwirklichen“, sagen beide, spätestens nach der Ausbildung zum Bankkaufmann „den Eltern zuliebe“ und dem Militär in Bari, wo sie Pina Bauschs Gastspiel „Palermo Palermo“ nachhaltig tief beeindruckte. „Wir waren beide einfach überwältigt, ich habe geweint. Solche Gefühle hatte ich nie gehabt“, erinnert sich Michele gut.

„Jetzt, mit 43, danken wir unseren Eltern, dass sie uns zu nichts gezwungen haben“, sagen sie. „Sie wussten ja in dem Sinn nicht, was Tanz bedeutet. Für sie war das damals kein Beruf, mit dem man viel Geld verdient, schon gar nicht in Italien und schon überhaupt nicht als Jungs. Wir haben das entschieden und wir wollten unbedingt tanzen. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir es schaffen.“

„Ich sehe das heute in der Ballettschule“, beobachtet Michele. „Man sollte nie zu Kindern sagen, ihr müsst tanzen. Das kann nichts werden.“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sogar Frauen um die 50, nehmen Unterricht in der Ballettschule. „Bewegung, das Musische, das ist keine Frage des Alters.“ Musikalität könne man immer lernen.

Beide haben ihre Träume gelebt, sagen sie über sich. „Als Zwilling und besonders als junger Mensch“ erklärt Giuseppe, „hat man da fast Minderwertigkeitskomplexe: Mögen die Leute mich, weil ich Zwilling bin oder weil ich gut tanze? Wir sind ja keine Zirkusattraktion, wir sind Tänzer. Erst als wir auch einmal allein engagiert wurden, habe ich gemerkt, die haben mich genommen weil ich, Giuseppe, ein guter Tänzer bin.“ Doppelgänger mögen sie rein äußerlich sein, faszinierend dabei ist ihre Unterschiedlichkeit. Gerade in ihrer Verschiedenheit sind Giuseppe und Michele de Filippis unglaublich vielseitig und eben doch nicht zum Verwechseln ähnlich.   

Die Lokale
Dorothee Dorschel
Foto: Joaquim Ferreira

 Presse 2012

TANZ ist mehr als BEWEGUNG


ein Projekt im Rahmen der Berufsfindung mit den Gemelli de Filippis und der Klasse H8 von Carina Meier, Dr.-Kurt-Schumacher-Schule Reinheim

Unter Anleitung der Choreografen und Tänzer Guiseppe und Michele de Filippis möchten wir unter Einsatz des Mediums „Modern Dance" ein Experiment wagen, das den insgesamt 22 Schülern erlaubt ihre Persönlichkeit zu entdecken und zu entfalten.

Wir sind überzeugt davon, dass ein Training zur Persönlichkeitsstärkung gute Vorraussetzungen zur Berufsfindung und zur erfolgreichen Absolvierung der Ausbildungszeit beiträgt.

Michele de Filippis sagt: „Jeder Mensch muss im Laufe seines Lebens immer wieder eine Antwort auf die Frage Wer bin Ich? finden, zum einen für sich selbst und zum anderen auch für sein gesellschaftliches Umfeld". Jugendliche in der Adoleszenz sind ganz besonders intensiv mit dieser Fragestellung beschäftigt. Mit Hilfe des Mediums Tanz fordern wir sie auf Mut zu entwickeln und ihre Persönlichkeit darzustellen. Verborgene Fähigkeiten gelangen an die Oberfläche und tragen zu individueller Stärke bei. Selbstfindung dient als Basis einer selbstbestimmten und selbstsicheren Vorgehensweise bei der Berufswahl und Bewerbung

Jedoch lebt der Erfolg des Projektes nicht nur von der individuellen Leistung, sondern in ganz besonderem Maß von der Zusammenarbeit, dem gegenseitigen Respekt, aber auch der Disziplin der korrekten Umsetzung des Vorhabens.

Der Workshop besteht aus einem Trainingsteil, in dem Körpersprache geübt, der Körper trainiert und Ausdauer erprobt wird.
Im zweiten Teil steht Improvisation im Vordergrund. Tänzerische Ausdrucksformen werden erforscht, verschiedene Rollen eingenommen.

Im dritten Abschnitt studieren die jungen Leute eine Choreografie ein,

http://www.u-kult.com/pages/pressespiegel-2012/profitanz.php

schulekreativ-darmstadt.de

schulekreativ-darmstadt.de

Giuseppe & Michele De Filippis

 

Die Erfahrungen, die uns in unserer Karriere am meisten geprägt haben, waren diejenigen, die wir an der Folkwanghochschule Essen mit der Philosophie der damaligen Leiterin und Choreographin Pina Bausch machten. Ihr Prinzip: "Tanz ist Leben, nicht nur Poesie". Das bedeutet, dass man im Tanz keine Märchen erzählt, sondern etwas aus dem wahren Leben der heutigen Welt. Daher hat jede unserer Produktionen und jeder Workshop das Ziel, den Zuschauer oder Workshop-Teilnehmer über ein Thema zum Nachdenken anzuregen. Unser Tanz ist eine Sprache, mit der wir kommunizieren können. Wenn wir tanzen, dann wollen wir auch etwas mitteilen. Das gibt für uns letztlich den Sinn einer Choreographie. 

 

Arbeit und Stil:

Seit 2000 arbeiten wir an einer eigenen Bewegungssprache, die von unserem Credo Linie und Ästhetik geprägt ist. Für uns ist eine fließende Tanztechnik das probate Mittel, um psychologische Themen auf die Bühne zu bringen. Von unserer besonderen Erfahrung von Identität, die wir als eineiiges Zwillingspaar machen, ausgehend, beschäftigen wir uns mit der Grenze zwischen dem Individuum und der Gesellschaft, dem Bedürfnis nach Liebe und dem nach Eigenständigkeit, dem Künstler auf der Bühne und dem Zuschauer. Dabei versuchen wir, unserem Publikum neue Perspektiven zu ermöglichen. Dieses tun wir auch, indem wir an ungewöhnlichen Orten das Setting zwischen Künstler und Publikum neu und interaktiv definieren.

So wie wir in unseren eigenen Produktionen mit dem Zuschauer arbeiten, arbeiten wir in unseren Workshops mit den Schülern. Jedoch werden die Schüler jedes Mal Teil einer Produktion und gestalten mit uns eine Choreographie, mit der sie sich identifizieren. Dabei lernen sie sich selbst besser und eigene neue Seiten kennen.

Der "rote Faden", der sich durch unsere Arbeit als Choreographen zieht, ist die Verwendung von bekannten literarischen Werken. Wir interpretieren diese Geschichten mit Bezug zur heutigen Realität. Dabei thematisieren wir gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel virtuelles Leben im Internet, Jugendwahn oder Mobbing. 

Konzept:

In zahlreichen Workshops haben wir festgestellt, dass Tanz Kinder und Jugendliche tatsächlich bewegt (nicht nur körperlich) und zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit beitragen kann. Wir fordern sie mit dem Medium Tanz auf, Mut zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu finden und darzustellen. Dabei gelangen oft verborgene Fähigkeiten an die Oberfläche und tragen zur Stärkung des Individuums bei. Außerdem trainieren die Heranwachsenden mit uns die Zusammenarbeit im Team, gegenseitigen Respekt und Disziplin.

Kunst und Schule:

Ein zentrales Anliegen unserer Arbeit ist, den Teilnehmern eines Workshops mit Körper und Bewegung vertrauter zu machen. Wir zeigen, wie man mit Musik und dem Tanz als Körpersprache Situationen und Emotionen ausdrücken kann. Diese neue Erfahrung begeistert viele Schüler.

Ebenso wie Schüler nehmen auch Lehrer an unseren Workshops teil. Emotionale Mauern zwischen Lehrer und Schülern werden oft zum Einsturz gebracht und der Dialog zwischen ihnen verbessert sich. Das Erreichen dieser Ziele unter der Arbeit mit der Kunst des Tanzes ist letztlich unser zentrales Anliegen unserer Projekte.